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Freiwillig einen Samstag an der Schule – außergewöhnliches Kunstprojekt der Elfer

Welcher Schüler kommt schon freiwillig an einem Samstag ganztägig in die Schule? "Kommt drauf an, was wir machen", würde Gymnasiast Maximilian Leye (Jgst. 11) antworten. Insgesamt 24 Schülerinnen und Schüler haben am Samstag, den 17. März 2018, nicht ausgeschlafen und ihre Freizeit genossen, sondern waren im Kunst-Raum zum Modell-Bauen verabredet.

In diesem Halbjahr beschäftigt sich der Kunst-Kurs der Jahrgangsstufe 11 vorrangig mit Architektur. Damit nicht ausschließlich ein theoretisches Fundament gelegt wird, war es Kunstlehrerein Michaela Nürnberg wichtig, gemeinsam ein Modell zu entwickeln und dies auch maßstabsgetreu zu bauen. „Ein solches fachpraktisches Vorhaben lässt sich in den kurzen Unterrichtsstunden nicht realisieren“ so ihre Erklärung für den ungewöhnlichen Bautermin“, denn, „wie wir am Ende des Tages feststellen mussten, reichen auch 10 Stunden nicht aus, um fertig zu werden.“

Während des Arbeitsprozesses haben die Schülerinnen und Schüler gemeinsam durch sich aus dem Arbeitsprozess ergebende Fragestellungen Lösungsmöglichkeiten finden und Entscheidungen treffen müssen- das dauert, aber man lernt eine Menge. „Um das ganztägige Projekt professionell umsetzen zu können, habe ich die Architektin Dr. Nermin Günes und den Innenraumgestalter Jan Martin Nürnberg eingeladen, den Schülerinnen und Schülern fachkundig zur Seite zu stehen“, erklärt die Kunstlehrerin ihren Anspruch. Nebenbei konnten die Gymnasiasten so zwei Berufsfelder kennenlernen und Fragen zu Ausbildungswegen stellen. Am Freitagnachmittag vor den Ferien werden in der Kunst-AG die letzten Bau-Maßnahmen gefertigt werden, so dass dann nach Ostern das Gemeinschaftsprojekt des Kunst-Kurses im Schulgebäude betrachtet werden kann.

Lehrerin Michaela Nürnberg zieht ein positives Fazit: „Die meisten Schülerinnen und Schüler haben mich an diesem Tag durch ihre konzentrierte und engagierte Arbeitshaltung beeindruckt. Es gibt mir als Kunst-Lehrerin die Gelegenheit, die Heranwachsenden wieder einmal in einem anderen Licht zu sehen“.

Kunst in der Oberstufe in den laufenden Semestern 2015/2016

2. Semester - Alltagskultur und Lebensräume

Im Rahmen des 2. Semesters beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler des Kunstkurses mit den Bereichen Produktdesign und Architektur.

Stilgeschichtliche Entwicklungen des 18. und 19. Jahrhunderts wurden betrachtet um dann zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem 20. Jahrhundert und den Gestaltungs- und Architekturideen des Bauhauses sowie den Gestaltungsprinzipien des Architekten Le Corbusier und seinen Visionen der Moderne zu kommen. Der Leitsatz „form follows function“ wurde angewandt und auch vor dem Hintergrund der Postmoderne und der Umdeutung durch künstlerische Herangehensweisen diskutiert.

Als fachpraktische Aufgabe wurde von den Schülerinnen und Schüler ein Modell eines mindestens zweitstöckigen Wohnhause entworfen und gebaut, welches die Gestaltungs- prinzipien von Le Corbusier beinhaltete, jedoch auch eigene gestalterische Ansätze verdeutlichen soll.

Download LinkHier erhalten Sie einen Überblick über die Entwürfe der Schülerinnen und Schüler

3. Semester - Bilder und Bildwelten als Ausdrucksmittel der Menschen

Im 3. Semester beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Entwicklungsgeschichte der Malerei. Dabei standen die beiden Künstler Vincent van Gogh und Paul Cézanne als Wegbereiter der Moderne im Mittelpunkt. Ausgehend von diesen beiden Künstlern wurde die Entwicklung der unterschiedlichen Stilrichtungen der Moderne betrachtet und die Loslösung von der gegenstandsgebundenen Wirklichkeit bis hin zur Bildautonomie analysiert. Neben der theoretischen Auseinandersetzung wurde in den fachpraktischen Aufgaben eine intensive Annährung an die Malstile von Cézanne und van Gogh erprobt.

Anhand eines selbstgewählten Landschaftsmotives wurde weiterhin die Stilentwicklung der Moderne zeichnerisch und malerisch dargestellt: Am Anfang steht die realistische Zeichnung eines Motivausschnittes. In der Zerlegung der Bildgegenstände in geometrische Formen findet die Annäherung an den Kubismus statt, in einer schnellen, ausdrucksstarken Malweise wird der Expressionismus nachempfunden. Am Ende kommt es in der Schaffung einer abstrakten Bildkomposition zur gänzlichen Loslösung von der gegenstandsgebunden Wirklichkeit und dem ursprünglichen Motiv.

Download LinkHier erhalten Sie einen Überblick über die Entwürfe der Schülerinnen und Schüler (Teil I)