Diese Webseite nutzt Cookies

Einige dieser Cookies sind technisch zwingend notwendig, um gewissen Funktionen der Webseite zu gewährleisten.
Darüber hinaus verwenden wir einige Cookies, die dazu dienen, Informationen über das Benutzerverhalten auf dieser Webseite zu gewinnen und unsere Webseite auf Basis dieser Informationen stetig zu verbessern.

Exkursion nach Auschwitz - Reise in ein finsteres Kapitel der deutschen Geschichte

In der letzten Schulwoche vor den Oktoberferien 2014 fuhr die Jahrgangsstufe 12 des Evangelischen Johanniter-Gymnasiums Wriezen auf Kursfahrt nach Polen, um mit dem Konzentrationslager Ausschwitz ein finsteres Kapitel der deutschen Vergangenheit besser kennenzulernen.

Ein Bericht aus Sicht der Schüler: Als erstes besuchten wir drei Tage die Stadt Oswieciem (Auschwitz). Dabei stand aber nicht nur das ehemalige KZ-Auschwitz im Mittelpunkt, sondern zunächst auch die Stadtgeschichte. In der Zeit vor dem NS-Regime existierte in Auschwitz eine blühende jüdische Gemeinde, welche  heute nur noch in wenigen Spuren wie einer Synagoge und dem Gedenkfriedhof zu erahnen ist. 

Anschließend besichtigten wir das etwas abseits der Stadt gelegenen Konzentrationslager Auschwitz I. Dies ist eines der drei Lager vor Ort  - neben dem eigentlichen Vernichtungs- (Birkenau) und dem Arbeitslager (Monowitz). Zuerst beschäftigten wir uns mit den noch erhaltenen SS-Akten und erhielten dadurch einen detaillierten Einblick in die Verwaltungsstrukturen des Konzentrationslagers. Im Anschluss besuchten wir eine Nationalausstellung in den früheren Häftlingsblöcken. Darüber hinaus konnten wir der Studienführung beiwohnen, wobei wir durch nahezu jeden der ehemaligen Wohnblöcke geführt und über die verschiedenen Ausstellungen und die Geschichte des Geländes allgemein informiert wurden. Dabei bekamen wir auch die einzige, noch in Grundrissen erhaltene Gaskammer und das dazugehörige Krematorium zu Gesicht – ein Anblick, der trotz seiner sehr einfachen grauen Wände dennoch den Schrecken vergangener Tage zu vermitteln weiß. 

Das unbeschreiblich große Vernichtungslager Birkenau, welches uns wieder durch eine Führung näher gebracht wurde, entfaltete seine erschreckende Wirkung bereits am Einfahrtstor und auf der Rampe. Als wir auf den Turm des Einfahrtstores stiegen, wurde uns der Umfang und das Ausmaß des Lagers bereits in Ansätzen ersichtlich; als wir  durch die zum Teil rekonstruierten Baracken geführt wurden, die Überreste der Krematorien und Gaskammern sahen, die Entkleidungs- und Duschräume besuchten, eröffnete sich schließlich die unbeschreibliche Dimension des Grauens.

Um die erhaltenen Informationen aufzuarbeiten, fuhren wir anschließend in eine internationale Jugendbegegnungsstätte, wo wir an einem Workshop über Fotografien aus dem Vernichtungslager teilnahmen. 

Der zweite Teil der Reise führte uns nach Krakau.  Zunächst konnten wir die Krakauer Altstadt auf eigene Faust erkunden, bevor wir am Nachmittag durch das jüdische Viertel der Stadt geführt wurden. Anschließend besuchten wir das Museum über die Fabrik und das Wirken von Oskar Schindler. Dieser gründete ein Unternehmen und rettete damit zur Zeit des Nationalsozialismus rund 1200 bei ihm angestellte jüdische Zwangsarbeiter vor dem Tod. 

Den letzten Tag unserer Reise verbrachten wir damit, weitere Sehenswürdigkeiten vor Ort, wie das Salzbergwerk in der Nähe der Stadt Krakau zu erkunden. Hier befindet sich ein unterirdisches Tunnelsystem, das insgesamt über 600km umfasst und uns tief unter der Erde eine wundervolle Welt aus  Salz zeigt. Im Anschluss besichtigten wir noch das sowohl moderne wie zugleich auch mittelalterlich-romantische Krakau; eine Stadt voll faszinierender Gegensätze.

________________________________________________________

Im Schuljahr 2015/2016 erstellten die Gymnasiasten eine Webseite, in der sie diese Exkursion dokumentieren und ihre Eindrücke und Emotionen wiedergeben.

Externer LinkLink zur Webseite der Kursfahrt