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Exkursion zur Begegnungsstätte in Halbe

Die Opfer mahnen uns - „5 Unbekannte April 1945“, „2 Unbekannte April 1945“, „3 Unbekannte April 1945“ und ungezählte einzelne Namen. Oft sind die Menschen knapp über zwanzig; aber das jüngste Kind ist nicht mal einen Tag alt geworden. Inschriften auf Grabsteinen unter Baumwipfeln im märkischen Halbe. Gymnasiasten des Evangelischen Johanniter-Gymnasiums Wriezen besuchten diesen Ort der Mahnung und Erinnerung. 

Als wir auf dem Waldfriedhof in Halbe standen und die unzähligen Gräber sahen, wurde einem die Sinnlosigkeit des Krieges vor Augen geführt. Gemeinsam mit den Lehrern Tina Prager-Lewin und Christian Deckstrom besuchten die Klassen 10a und 10b am 2. Oktober 2014 die Bildungs- und Begegnungsstätte in Halbe. 
Bereits eine Woche zuvor hatten Gedenkstättenlehrer Herr Wedekind sowie der Landesgeschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Herr Breithaupt am Evangelischen Johanniter-Gymnasium Wriezen über die Arbeit des Volksbundes informiert und Fragen der Schüler beantwortet.

In Halbe fand in den letzten Kriegstagen eine Kesselschlacht statt, in der zehntausende von Menschen – Soldaten, Zivilisten, Zwangsarbeiter -  zu Tode kamen. Mehrmals wurde es still, als von den Erlebnissen berichtet wurde. Oft waren die Toten nicht viel älter als manche in der Klasse. Auch die Dimensionen des Krieges verdeutlichen, dass es dringender den je ist, Kriege zu verhindern. Waren es im Krieg 1870/71 „nur“ 200000 Tote, fanden im Zweiten Weltkrieg rund 60 Millionen den Tod, nicht gezählt die Millionen Opfer des Holocaust – dem größten Verbrechen an der Menschlichkeit. 
Zahlen allein verdeutlichen jedoch nicht, dass hinter jedem einzelnen ein Mensch mit einem Leben, einer Familie, Träumen und Hoffnungen steckt. Die Worte, die innerhalb des Kurzvortrages fielen, drängen sich aufgrund der heutigen weltpolitischen Lage mehr denn je auf: Si vis pacem, para pacem! Wenn du den Frieden willst, tue etwas dafür!  
(Christian Deckstrom, Geschichtslehrer)