Diese Webseite nutzt Cookies

Einige dieser Cookies sind technisch zwingend notwendig, um gewissen Funktionen der Webseite zu gewährleisten.
Darüber hinaus verwenden wir einige Cookies, die dazu dienen, Informationen über das Benutzerverhalten auf dieser Webseite zu gewinnen und unsere Webseite auf Basis dieser Informationen stetig zu verbessern.

Herzlich willkommen auf unseren Webseiten

"Lernen mit Kopf, Herz und Hand", so lautet das Motto unserer jungen Schule. Das Evangelische Johanniter-Gymnasium verbindet christliche Bildungstraditionen mit innovativer Pädagogik. Wir hoffen, Sie erfahren auf unserer Website, was Sie über unsere Schule wissen möchten, und besuchen uns häufig.

Oberstufe im Theater: Schillers Räuber in Schwedt
„Mein Geist dürstet nach Taten, mein Atem nach Freiheit!“ – so ruft Karl Moor in Schillers Stück Die Räuber seinen Leuten und dem Publikum zu, es ist der Urschrei der jungen Dramatiker des Sturm und Drang. Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs sehr ausführlich mit der Zeit der Aufklärung und dem Drama des Sturm und Drang beschäftigt haben, kam das Angebot der Uckermärkischen Bühnen Schwedt gerade Recht: ein Theaterbesuch in Schwedt, gezeigt wird das Schiller-Drama Die Räuber. Wir hatten es im Unterricht gelesen und interpretiert, nun wollten wir es am 09.05.2019 auch auf der Bühne sehen.

 

Die Schwedter Inszenierung zeigt weniger den Freiheitskampf der jungen Generation, die um Individualität und Selbstverwirklichung ringt. Hier bleibt kaum Sympathisches an diesem Karl von Moor, der Schwedter Räuber ist kein Robin Hood, seine Räuberbande ist ein zerstrittener, grober, gewaltätiger, autoritätshöriger Haufen ohne Geist und Edelmut. Sein Bruder Franz – Karls Alter Ego – ist eher ein bemitleidenswerter Krüppel als ein fieser Intrigant. Beide versuchen vergeblich sich von der Autorität des Vaters – in der Rüstung des alten Ritters – frei zu machen. Und am Ende des Stückes versinkt alles in Tod und Zerstörung. In dieser Inszenierung sind alle nur mit sich beschäftigt: „Jeder glaubt sich im Recht. Keiner geht auf den anderen zu.“, heißt es in der Ankündigung im Programmheft. 

Dass es mit Rücksicht und Kooperation in der Regel aber besser klappt im Leben, konnten wir auf der Hinfahrt ins Theater direkt erleben. Wegen einer Verspätung der Bahn hatten wir den Anschlusszug verpasst. Während wir in Angermünde auf den Zug warteten, organisierten die engagierten Mitarbeiterinnen der Uckermärkischen Bühnen, dass wir auch mit einer mehr als halbstündigen Verspätung (!) und einem zügigen Fußmarsch doch noch das Stück im Ganzen sehen konnten. Vielen Dank nach Schwedt für die großzügige Flexibilität und diese interessante Inszenierung!(Marlen Wahren, Deutsch-Lehrerin)