Diese Webseite nutzt Cookies

Einige dieser Cookies sind technisch zwingend notwendig, um gewissen Funktionen der Webseite zu gewährleisten.
Darüber hinaus verwenden wir einige Cookies, die dazu dienen, Informationen über das Benutzerverhalten auf dieser Webseite zu gewinnen und unsere Webseite auf Basis dieser Informationen stetig zu verbessern.

Herzlich willkommen auf unseren Webseiten

"Lernen mit Kopf, Herz und Hand", so lautet das Motto unserer jungen Schule. Das Evangelische Johanniter-Gymnasium verbindet christliche Bildungstraditionen mit innovativer Pädagogik. Wir hoffen, Sie erfahren auf unserer Website, was Sie über unsere Schule wissen möchten, und besuchen uns häufig.

Sozialdiakonisches Praktikum in Klasse 10 - eine spannende und wichtige Sache
Vom 11.06. bis zum 14.06.2019 waren die 10. Klassen der Evangelischen Johanniter-Schulen außer Haus. Ihre Aufgabe: Ein Sozialdiakonisches Praktikum absolvieren. Dabei ging es nicht nur – wie bei gewöhnlichen Praktika üblich – darum, Betriebe in der Region zu entdecken oder seinen Berufswunsch zu spezifizieren, sondern vor allem darum, die Welt der Pflegeberufe zu erkunden.

Besonders begehrt waren daher Kindergärten oder Grundschulen mit Integrationskindern, Altenheime oder andere diakonische Einrichtungen, die während der Praktikumszeit vor Schülern nur so überquollen. Auch das Stephanus-Seniorenzentrum in Bad Freienwalde durfte sich über Praktikanten freuen. Einige Schülerinnen führte das Praktikum sogar bis nach Berlin, wo sie bei „Humana Secondhand & Vintage Fashion“ arbeiteten.

Die Erfahrungen der einzelnen Schülerinnen und Schüler waren ganz unterschiedlich. Von „Das ist definitiv nichts für mich!“ bis hin zu „Das mache ich später auf alle Fälle!“ war alles mit dabei. Doch was alle gelernt haben dürften, ist, dass keiner diese Berufe einfach und zu unterschätzen ist. „Berufe dieser Art sind und bleiben nun mal Knochenjobs, mir tat nach der Woche so gut wie alles weh“, sagte ein Schüler, der in einer Kindertagesstätte tätig war.

Natürlich stand die spezielle Ausrichtung des Praktikums auch in Verbindung mit der Konfession der Schule. So beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler vorab mit der Diakonie und der Verankerung dieser in der Bibel in Bezug auf die Frage nach „Perfektion und Menschsein“. Diese Vorarbeit stand unter der Leitung von der Religionslehrerin Frau Prager. 

Fazit: Auch wenn nicht jedem diese Art der Berufe gefällt, war das Praktikum doch eine wunderbare Möglichkeit, um ein wenig über den Tellerrand blicken und neue Erfahrungen sammeln zu können. (Jakob Schröder, Klasse 10a)

Nachfolgend der Erfahrungsbericht von Kevin Werth (Klasse 10a):

„Kindergeschrei, der Geruch von vollen Windeln, die süßliche Luft und die freundlichen Stimmen der Erzieherinnen – das kommt mir entgegen, als ich die Tür des Kindergartens „Liebe Liesel“ öffne...

Ich absolviere mein Praktikum in der Kita „Liebe Liesel“ in Bliesdorf und behaupte jetzt schon, dass mein Berufswunsch als Erzieher fest steht. Komme ich in der Früh an, werde ich sofort mit einem netten Lächeln der Erzieherinnen empfangen, da ich vor einiger Zeit ebenfalls diese Kindertagesstätte besucht habe. Ich habe keine direkte Leitperson, jedoch schließe ich mich den Erzieherinnen an und kann mir teils selbst die Aufgaben suchen. Mich um die Kinder zu kümmern ist eine der größten Aufgaben. Die Kinder können viel von mir lernen, doch bin ich es, der noch mehr von den Kindern lernen kann, was mir sehr außergewöhnlich erscheint.

Da es draußen zu dieser Zeit sehr warm ist, verbringen alle ihre Aufenthaltszeit in der Natur, auf dem großen Hof der Kita. Was mir sehr gut gefallen hat, war es, eine beobachtende Rolle einzunehmen, um den Kindern beim Spielen in Sandkasten zuzusehen. Im Endeffekt werde ich tagtäglich in sofortiger Wirkung beim Spiel miteinbezogen weil die Kinder schnell großes Vertrauen zu mir aufgebaut haben. Während den Erzieherinnen meine ruhige, freundliche Art gefällt, freuen sich die Kinder immer besonders, wenn ich ihnen etwas auf der Gitarre vorspiele und mit ihnen singe. Neben kleinen Vorleserunden zahlreicher Kinderbücher, nehme ich auch Teil an der Schlafwache. In der Kita gibt es drei Gruppen, das Spatzennest, in der sich die Krippenkinder befinden, das Katzenkörbchen, wo sich die heranwachsenden Kinder befinden und die Taubenschlaggruppe, in der die Kinder positioniert sind, die schon bald ihre Schullaufbahn antreten werden. Jede Gruppe hat zu unterschiedlichen Zeiten eine Obstpause sowie Essenspause, komplette Ruhe tritt dann in der zweistündigen Schlafpause ein, die alle zur gleichen Zeit bestreiten.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich meinen Bericht über dieses Praktikum gar nicht kurz fassen kann, da es schon von einem Tag in der Kita viel zu erzählen sowie erleben gibt. Das soziale Praktikum hat mir gezeigt, dass der Beruf einer erziehenden Person so schön und vielschichtig sein kann. Nach positiven Rückmeldungen des Kollegiums bin ich froh, ein Praktikum in der Kita absolviert zu haben....“