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"Lernen mit Kopf, Herz und Hand", so lautet das Motto unserer jungen Schule. Das Evangelische Johanniter-Gymnasium verbindet christliche Bildungstraditionen mit innovativer Pädagogik. Wir hoffen, Sie erfahren auf unserer Website, was Sie über unsere Schule wissen möchten, und besuchen uns häufig.

Ein Workshop für den Deutsch-Leistungskurs der 12. Klasse: Der Widerstandskämpfer
Ein Ausstellungsbericht: Am 24. August 2021ging es für uns Schüler des Deutsch- Leistungskurses der 12. Klasse in das Amt Barnim-Oderbruch in Wriezen, wo wir im Saal auf eine Ausstellung über Wladyslaw Bartoszewski trafen. Dieser, so erfuhren wir in einem lehrreichen Vortrag, setzte sich bis zum Lebensende 2015 gegen Fremdenhass und Totalitarismus ein und widmete sein ganzes Leben dem Bemühen um Freiheit und Verständigung.

Niemand von uns hatte im Vorfeld von diesem Mann gewusst. Das sollte sich ändern durch Marcin Barcz. Er war vierzehn Jahre Assistent Bartoszewskis und nun Kurator dieser Ausstellung. Marcin Barcz begrüßte uns enthusiastisch und nahm uns mit in das Polen des Jahres 1940, in die Stadt Warschau. Dort, so schilderte Barcz, begann die spannende Reise von Bartoszewskis Leben. Als damals Achtzehnjähriger wurde er von der SS nach Auschwitz deportiert, welches damals noch kein Vernichtungs-, sondern ein Arbeitslager war. Barcz führte uns durch das Leben des polnischen Aktivisten, berichtete von dessen Zeit im KZ, sowie seinen Bemühungen im polnisch-antifaschistischen Untergrund, den Juden im Warschauer Ghetto zu helfen und gegen die deutsche Besatzung Widerstand zu leisten. Auch sein politisches Engagement in der Nachkriegszeit blieb nicht unerwähnt. Bis ins hohe Alter setzte Bartoszewski sich aktiv für ein Miteinander Polens und Deutschlands ein.

Unterstützt wurde der bemerkenswerte Vortrag durch Originaldokumente und Bildkopien, welche uns das damalige Polen unter dem Nationalsozialismus näherbrachten. Wir, der Abiturjahrgang, werden im Oktober nach Auschwitz und Krakau reisen. Wir werden die Orte besichtigen, an denen viele Menschen erschütternde Schicksale ertrugen. Das Wissen um einen Mann, welcher den Schrecken von Auschwitz erleben musste und dennoch den Kampf um Menschlichkeit und die Aussöhnung zwischen Polen und Deutschland nie aufgab, wird uns dorthin begleiten. (Luise Wulff, 12. Jahrgang)