Diese Webseite nutzt Cookies

Einige dieser Cookies sind technisch zwingend notwendig, um gewissen Funktionen der Webseite zu gewährleisten.
Darüber hinaus verwenden wir einige Cookies, die dazu dienen, Informationen über das Benutzerverhalten auf dieser Webseite zu gewinnen und unsere Webseite auf Basis dieser Informationen stetig zu verbessern.

Jugendliche aus Berlin-Neukölln und Letschin arbeiten zusammen in einem Kunstworkshop

Zum Workshop „DenkRaum Moderne“ trafen sich am ersten Septemberwochenende 2011 bei herrlich sonnigem Wetter sechs Schüler aus Berlin-Neukölln und drei Schüler des Evangelischen Johanniter-Gymnasiums Wriezen. Ziel der Gruppenarbeit war die gemeinsame künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema „Moderne“ im Oderbruch. Eine der Herausforderungen war die Kontaktaufnahme zwischen Großstadtbewohnern, dazu mit Migrationshintergrund, und Schülern eines ländlichen Gymnasiums. Der Höhepunkt der zwei Projekttage war die Präsentation der Ergebnisse am 4.9. im „Institut für Geschichten“ in Ortwig vor zahlreichen Gästen.

Die sechs Berliner Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahren kamen am Samstagvormittag am Letschiner Bahnhof an. Von dort aus radelten sie zusammen mit den Johanniter-Gymnasiasten in Richtung Ortskern. Erkundet und im Foto festgehalten wurde Sehenswertes in den Letschiner Gemeindeteilen. Zum Ende des ersten Tages wurde in Groß Neuendorf gegrillt. Auf dem dortigen Hafengelände übernachtete die Berliner Gruppe in Güterwaggons, die dort ihren festen Standort haben und zum Wohnen und Schlafen eingerichtet sind. Diese ganz besondere Art der Unterkunft direkt an der Oder stellte für die Großstadt-Jugendlichen schon ein Stück Abenteuer dar. Am Sonntag traf sich die Workshopgruppe im „Institut für Geschichten“ von Alexandra Karrasch und Detlef Mallwitz, um die am Vortag aufgenommenen Bilder systematisch zu ordnen und eine Diashow zu erstellen. Nachdem dies getan war, gab es ein gemeinsames Mittagessen auf dem Schulhof der ehemaligen Thomas Müntzer Schule. Danach stellten die Jugendlichen gemeinsam ihr Werk der Öffentlichkeit vor, woran sich ein Werkstattgespräch mit den Gästen anschloss. Zum Nachmittag verabschiedeten sich die Oderbrücher von den Berliner Schülern, die mit dem Zug wieder in die Hauptstadt fuhren.

An einem Wochenende im Oktober wird ein Gegenbesuch in Berlin-Neukölln stattfinden. Dann werden die Johanniter-Gymnasiasten zu Gast sein und sich mit der Kamera ausgerüstet ein Bild der dortigen Verhältnisse machen. Interessant wird sein, wie unterschiedlich die Heimat des jeweils anderen aussieht und wie die fotografische Darstellung durch Gäste und Einheimische ausfallen wird. Ein interessantes Projekt, das Menschen unterschiedlicher Hintergründe zusammenführt.

Das Zustandekommen und die Durchführung sind neben den Ortwiger Künstlern Alexandra Karrasch und Detlef Mallwitz, der Kunstlehrerin des Johanniter-Gymnasiums Michaela Nürnberg, der Workshopleiterin Susann Krüger und der Journalistin Dilan Polat hauptsächlich dem Verein für politische interkulturelle Bildung Zeitpfeil eV. zu verdanken. Finanziert wurde der Workshop von Kulturland  Brandenburg.

Foto: Arvo Wichmann, Berlin