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Ausgenascht

Pula, Kroatien, 17 Juni 2009:

Auf dem weg zum Tatort eines Mordes erklärt ein kroatischer Kommissar der kroatischen Bundespolizei (KBP) Olic Mesbuanuvic seinem Kollegen, was vermutlich am Tatort geschah, was die Vorgeschichte des Mordes und wer die Verdächtigen waren. Olic Mesbuanuvic wusste das Folgende, da der Mord bereits vor einem Tag geschah. Sein Kollege Petric, ein junger Detektiv, fuhr nur mit ihm dorthin, um noch weitere wegweisende Indizien zu suchen.

Olic erklärte: „Der Geschäftsführer der niederländischen Süßigkeitenfirma Alpini, Klaus Jahn Svenson, ein großer seriöser Mann Mitte 30, wurde ermordet, wahrscheinlich von einem russischen Auftragskiller.“ „Woher wissen sie das?“, fragte Petric angetan. „Woher? Weil nur russische Auftragskiller ihre Opfer so einfach und kaltblütig mit einem Seil erdrosseln können. Das Seil fanden wir am Tatort neben der Leiche, allerdings ließen sich keine Fingerabdrücke auf dem Seil finden. Wer und warum er oder sie ihn engagierte ist noch unklar, jedoch warum sich Klaus Jahn Svenson zu jenem Zeitpunkt in der kroatischen Metropole Pula aufhielt ist bereits bekannt. Er traf sich mit einem uns bereits Bekannten „Geschäftsmann“, Paul Jegour, ein unseriöser, dunkelhäutiger Typ, der meistens weiße Kleidung trug um somit mehr aufzufallen. Wir kannten ihn bereits aus mehreren kleinkriminellen Taten. Er war auch ein „Dealer“ wenn es um billige Waren aus fern Ost ging. Jetzt fällt mir wieder ein, wer der Auftraggeber für den Mord gewesen seien könnte. Der Berater von Klaus Jahn Svenson, James Write. Er war ein kleiner, zurückhaltender, nicht gut aussehender Mann, der seriös wirkte. Er könnte diese Tat begangen haben, da er, wie wir aus unseren Ermittlungen schließen konnten, viel zu wenig Geld für einen Mann dieser Klasse bekam. Er bekommt 12% des Gewinns der Verkäufe obwohl er 20% kriegen müsste. Außerdem fanden wir bei weiteren Ermittlungen heraus, dass er frühere Versuche begangen hat, um Klaus Jahn zu sabotieren.“

Am Tatort, eine kleine, dreckige, verlassene Seitengasse angekommen, untersuchte Petric die Gasse genau. Da sich am Seil keine Fingerabdrücke finden ließen, suchte er nach etwas wie einem Handschuh oder eine Tüte, mit dem der Auftragskiller das Seil festhielt, um dann Klaus Jahn zu erdrosseln. In einem 50 Meter entfernten Mülleimer fand er ein Paar weiße Gummihandschuhe, die er anschließend zur DNA-Analyse ins Labor schickte. In der Zwischenzeit fand man heraus, dass Klaus Jahn nur bei Paul Jegour war, um billige Zutaten für seine Süßigkeiten aus China zu empfangen. In den Zutaten, beziehungsweise Süßigkeiten, ließen sich Spuren von Zink finden. Die Spuren vom Zink ließen sich nur durch aller-minderwertigste Qualität erklären. Dies erklärte, warum in den Niederlanden ca. 200 1-2-jährige Kinder ohne medizinische Erklärung starben, da sich das Zink nach dem Tod nicht mehr in den Körpern finden ließ. Sie starben, da sie durch die Menge des Zinks vergiftet wurden. Viele vertrugen diese Menge jedoch und starben nicht. Da erkannte Olic, dass sich Klaus Jahn Svenson wegen seiner Schuldgefühle das Leben hätte nehmen können, denn er brachte theoretisch ca. 200 unschuldige Kinder um.

3 Tage später.

Die analysierte DNA wurde in eine weltweite Datenbank eingetragen und man fand heraus, dass die DNA zu einem, wie vermutet, russischen Auftragskiller Namens Ivan Racitic gehörte, dieser wurde gesucht und in Kroatien geortet und dann verhört. Dabei stellte sich heraus, dass er angeblich von einer jungen niederländischen Frau engagiert wurde. Sie bezahlte ihm 5000 €, um den Mord zu begehen. Nach seinen angaben traf er sie im Ghetto von Amsterdam, dort gab sie ihm das Geld. Wo Klaus Jahn sich befand, teilte ihm die Frau mit. Der Name der Frau, sagte Ivan, sei Hildegard Robben. Warum er die Tat begehen sollte, wurde ihm allerdings nicht mitgeteilt.

Die KBP suchte in den Niederlanden nach Hildegard Robben und wurde in Amsterdam fündig. In einer kleinen Mietwohnung wurde die junge, verruchte Frau, die von Sozialhilfe lebte, gefunden und anschließend verhört. Sie sagte, sie habe den Auftragskiller angeheuert, um sich an Klaus Jahn Svenson zu rächen, denn wegen seiner Schokolade starb ihre geliebte 2-jährige Tochter. Sie sagte, sie hatte vor dem Tod ihrer Tochter ein vernünftiges Leben, sie ging arbeiten, rauchte und trank nichts, doch als ihre Tochter starb vermutete sie, dass die Firma Alpini beziehungsweise der Geschäftsführer dahinter steckte, da sie auf einer unseriösen Website gelesen hatte, dass in den Süßigkeiten der Firma Alpini giftige Stoffe gefunden wurden. Die Medien schenkten dieser Website allerdings keine Aufmerksamkeit. Nachdem ihre Tochter starb, begann sie zu trinken und zu rauchen um den Tod zu verarbeiten. Das Geld für den Auftragskiller und auch für die Kippen und dem Alkohol, sagte sie, habe sie aus „besseren Zeiten“. Sie gestand alles. Sie und Ivan wanderten wegen Mordes ins Kittchen, James und Paul wurden zu 200 Sozialstunden verurteilt. Die niederländische Süßigkeitenfirma Alpini ging in Konkurs, da niemand mehr Süßigkeiten von dieser Firma kaufte.

Hermann Winter