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Ja oder Nein

Als ich heute Abend von meiner Arbeit im Hotel La Mank nach Hause kam, war ich erschöpft und legte mich auf mein Wasserbett.

Am nächsten Tag ging es mir sehr, sehr schlecht, weil gestern ein Freier kam, der mich wie Dreck behandelte, aber was soll man machen. Mir tat alles weh.

Doch trotzdem ging ich den nächsten Tag zur Arbeit, heute war mein Stammgast da.

Sein Name war Markus, er war 23 Jahre alt, arbeitslos, hatte aber immer Geld in den Taschen, weil er sich mit krummen Geschäften wie Drogen dealen und Autos knacken abgab. Dann, als wir fertig waren, hatte er mich gefragt ob ich Bock auf Action habe. Ich fragte ihn, worum es geht und er antwortete mir: „Also, in Berlin Neukölln gibt es ein Nobelparkhaus, wo ein schwarzer Maserati von George Clooney steht. Wenn wir den klauen, könnten wir uns den Mond kaufen.“

Aus irgendeinem Grund war ich enttäuscht und ging nach Hause, vor dem Einschlafen dachte ich noch mal darüber nach, was Markus gesagt hatte. Dann faste ich einen Entschluss, ich zog es durch, auch wenn es mein Ende bedeuten würde. Danach schlief ich ein.

Die nächste Arbeitsnacht verlief ganz schnell und um 22:00 Uhr kam Markus und fragte mich: „Geht klar?“ Ich antwortete: „Ja Alter, morgen um 23:00 Uhr bei dir. OK?“

Ich zog mich um und fuhr nach Hause.

Den nächsten Tag ging ich nicht zur Arbeit sondern gleich zu Markus, wir stiegen in die S-Bahn und fuhren nach Neukölln, dann standen wir vor dem Parkhaus. Auf einmal mussten wir schnell in den umliegenden Lüftungsschacht klettern, weil die Kameras eingeschaltet wurden. Wir mussten uns anstrengen, keinen Mucks zu machen, denn die Lüftungsrohre knarrten sehr stark. Nach zehn Minuten atemberaubender Schleichaktionen standen wir vor dem Maserati. Markus holte seine Brecheisen heraus und knackte den Maserati auf.

Danach fuhren wir aus der Etage und auf einmal stand ein Wachmann vor uns. Er fragte, wer wir seien und wir sagten: „Wir müssen den Wagen für George Clooney holen.“ Er glaubte uns nicht und zog seine Waffe, dann schoss er auf uns. Wir rannten aus dem Wagen. Markus schoss zurück und traf ihn tödlich. Nach diesen Taten flüchteten wir aus dem Nobelparkhaus direkt zu Markus’ Wohnung. Am nächsten Morgen stand in der BZ: „Schießerei im Nobelparkhaus in Neukölln...Unbekannte auf der Flucht.“

Außerdem stand da drin, dass die Ermittler einer heißen Spur folgen, denn sie haben ein paar Speicheltropfen am Tatort gefunden.

Zum Glück hatte Markus diese falsche Spur gelegt.

Nach drei Tagen hatten sie den vermutlichen Täter und wir kamen da noch glimpflich raus.

Trotzdem ging es mir nicht gut, denn ich hatte ein schlechtes Gewissen und ich stellte mir die Frage:

„Ja oder Nein“

                                                                                                                                  Robbin Manthey