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Klebermord

Es war an einem schönen Freitagabend. Ich, Privatdetektiv Steven Worker, saß gerade in meinem Büro und ordnete meine Akten, als Plötzlich das Telefon klingelte. Als ich abgenommen hatte, sagte sofort der Polizeichef Hagen: „Herr Worker sind sie da? Kommen sie sofort zur Polizeizentrale wir haben einen Notfall.“ Dann legte er auf. Obwohl ich müde war und überhaupt keine Lust hatte, an so einem schönen Abend noch irgendwo hin zu fahren, fuhr ich sofort los. An der Polizeizentrale angekommen, erwartete mich bereits ein Polizist. Wir beiden stiegen in einen Streifenwagen und während der Fahrt erklärte er mir, was geschehen war. „Es gab einen Mord“, sagte er, „Der Geschäftsmann Steven White wurde umgebracht. Der Mord soll schon vor 4 Tagen stattgefunden haben, aber da die Familie von Herrn White erst heute Mittag aus dem Urlaub zurückkam, fanden sie die Leiche erst so spät.“ „Gibt es schon Verdächtige?“, fragte ich. „Ja“, sagte er, „Es gibt 2 Verdächtige. Der Hauptverdächtige ist ein Mann namens Henry Jones. Er ist ein schlanker und großer Mann. Er ist 53 Jahre alt und war von seinem 20. bis 28. Lebensjahr in einer Irrenanstalt. Er hatte im letzten Jahr einen langen Streit mit Herrn White. Er hatte behauptet, dass Herr White all sein Geld nur durch Betrügen bekam.“ „Wie hatte er sein Geld bekommen?“, fragte ich. „Er ist so reich geworden durch die Erfindung eines sehr starken Klebers. Dieser wird schon nach 20 Sekunden an Luft fest. Außerdem gab es angeblich kein Lösungsmittel für den Kleber und er ist hochgiftig. Durch diesen Kleber wurde Steven White wahrscheinlich auch umgebracht. In seinem Blut wurden Spuren des Klebers gefunden. Auch verdächtig ist der Butler von Herrn White, Michael Wilson. Er ist ein großer und kräftiger Mann. Er ist 39 Jahre alt und trägt meist einen schwarzen Anzug mit einer blauen Krawatte. Er hatte immer Zugang zu den Zimmern. Allerdings kennen wir keinen Grund, warum er es getan haben könnte.“ „Haben sie die beiden schon befragt?“, fragte ich. „Wir haben die beiden Verdächtigen in Gewahrsam, aber das Befragen wollten wir Ihnen überlassen“, sagte er. „Wir sind da“, sagte der Fahrer. Wir stiegen aus. Es war das Anwesen der Familie White. Alles war abgesperrt und überall waren Polizisten und Detektive. „Haben wir Zeugen?“, fragte ich einen Detektiv, der gerade an einem Baum stand. „Nein“, sagte der Detektiv, „vermutlich fand der Mord tief in der Nacht statt.“ „Darf ich mit den Verdächtigen reden?“, fragte ich. „Klar“, sagte er, „folgen sie mir.“ Ich folgte dem Mann in einen Polizei-Gefängniswagen. Darin saßen der Butler und Henry Jones. Dann fragte ich beide sehr lange aus. Aber niemand gab zu, den Mord begangen zu haben. Dem Butler glaubte ich auch, da er mir ein Flugticket zeigen konnte. Er war erst an diesem Morgen aus der Türkei zurück gekommen. Aber Henry Jones traute ich nicht. Er stritt nur alles ab. Er behauptete sogar, dass er nie in einer Irrenanstalt gewesen war. Als ich ihn fragte ob er immer noch glaube, dass Herr White all sein Vermögen durch Betrügen bekommen hatte, antwortete er darauf mit ja und sagte andauernd: „Das Geld sollte alles mir gehören. Mir und meinem Sohn ganz allein.“ Als ich ihn fragte, warum es ihm gehören sollte, antwortete er nicht. Allerdings konnte ich herausfinden, wer sein Sohn war. Er war laut dem Verrückten ein Wissenschaftler namens Bruce Jones. Sofort fuhr ich zu ihm los. Als ich an seiner Wohnung angekommen war, klingelte ich dort. Aber es kam niemand und machte die Tür auf. Also trat ich die Tür ein und ging in das Haus. Ich rief durch das ganze Haus, aber niemand war da. Auf dem Tisch in der Küche stand ein Topf voller verschimmelter Suppe. Daraus ließ sich schließen, dass schon seit ein paar Tagen niemand mehr hier gewesen war. Also machte ich mich daran, die Wohnung komplett zu durchsuchen. Als ich seinen Schreibtisch durchsuchte fiel mir plötzlich ein Ordner ins Auge. Auf diesem stand „Superkleber“. Sofort holte ich den Ordner hervor und guckte mir die Aufzeichnungen an. Überall auf den Blättern standen Formeln und Zusammensetzungen, für denselben Kleber, durch den Herr White so reich wurde.

Auf den letzten Seiten standen nur noch Sätze wie: Ich hasse Steven White, oder: Ich werde ihn umbringen. Jetzt war mir einiges klar. Offensichtlich hatte Herr White Bruce Jones die Idee geklaut. Schnell ging ich nach oben, um auch das restliche Haus zu untersuchen. Was ich dort sah, erschreckte mich sehr. An einem Dachbalken hing die Leiche von Bruce Jones. In seiner Brusttasche steckte ein Brief. Ich holte ihn heraus und las ihn. Da stand:

Geständnis von Bruce Jones.

Ja ich habe Steven White umgebracht. Ich hatte diesen Kleber erfunden und er hatte ihn mir geklaut. Ich war so wütend auf ihn, dass ich 5 Jahre nur damit verbrachte, einen Plan auszutüfteln, ihn umzubringen. Das habe ich dann auch getan.

Ich habe ihn mit dem Kleber umgebracht. Aber die Schuldgefühle plagten mich zu sehr. Also beschloss ich mich umzubringen.

Mehr stand nicht da. Schnell rannte ich zu meinem Auto und fuhr wieder zurück zum Tatort. Dort erzählte ich allen, was ich herausgefunden hatte. Danach fuhr ich wieder nach hause und legte mich hin. Ich schlief sofort ein. Im Schlaf träumte ich, wie ich weitere Morde so gut aufklären würde, wie den heutigen.

                                                                                                                                

                                                                                                                                 Mattis Steuer