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Artikel: Wäre eine reformierte DDR vielleicht die bessere Alternative gewesen?

Spotlight aus dem Geschichtsunterricht in der 10b am 23. April 2012: 

Zunächst war  Lektüre vieler Seiten im Lehrbuch zu folgenden Themen angesagt:
- finanzielle Situation der DDR Ende 1989,
- Aufruf „Für unser Land“ vom 26.11.1989, unterzeichnet von Christa Wolf, Stefan Heym, Friedrich Schorlemmer und vielen anderen Intellektuellen aus der DDR,
-  Wahlergebnisse der Wahl vom 18. März 1990 und
- Auswertung eines Säulendiagramms zu einer Umfrage des sozialwissenschaftlichen Forschungszentrums Brandenburg e.V. von 2011 zur Zufriedenheit in Deutschland mit der Wiedervereinigung, in der rd. 1/3 der Befragten die Wiedervereinigung eher negativ als positiv sahen.

Im zweiten Teil der Stunde wurde folgende Aufgabe gestellt: 

Schreibe einen Artikel für das „JoGy-Magazin“, in dem Du der Frage nachgehst, ob eine reformierte DDR, wie es viele Intellektuelle in der DDR nach dem 9. November 1989 forderten, vielleicht die bessere Alternative zur Wiedervereinigung gewesen wäre.

Hier der Artikel von Johanna Schier:

Dass die Mauer vor 28 Jahren am 9. November 1989 fiel, weiß man, weiß jeder, sollte einfach jeder wissen. In diesem Moment, nach mehr als 20 Jahren der Wiedervereinigung, gibt es kaum noch Befürworter eines geteilten Deutschlands, jedoch gab es zur Zeit des Mauerfalls relativ viele Intellektuelle der DDR, die gegen ein vereintes Deutschland waren. "Warum?" - stellt sich jetzt die Frage? Wahrscheinlich wollte man in einem sozialistischem Staat für die Gemeinschaft leben, wo nicht das eigene Wohl in den Vordergrund steht, sondern das gemeinsame. Vielleicht hatten sie auch den Stolz, ohne die Hilfe des Westens klar kommen zu wollen.

Jedoch war die Wirtschaft am Boden:  wie eine Dominoreihe, ein Stein fällt nach dem anderen. Durch seine Subventionspolitik machte der Staat sehr viele Schulden in Höhe von 26,5 Mrd. Dollar, deshalb drohte das Staatsbankrott, was zum Unwohlsein der Bürger führte, was zum Flüchten aus der DDR in die BRD führte. Außerdem wurde die Politik der DDR immer weniger aus den eigenen Reihen befürwortet und darum wurde dagegen immer stärker demonstriert. Die große Unzufriedenheit sieht man deutlich an den Zahlen der Demonstrationsteilnehmer wie z. B. in Leipzig am 9. Oktober 1989. Zudem kann man an den Gruppierungen der Bürgerrechtsbewegungen sehen, dass viele ihre Meinung sagen wollten, und das nicht mehr vor vorgehaltener Hand.

Ich würde eine Wiedervereinigung immer gutheißen und kann kaum verstehen, warum überhaupt jemand für eine Spaltung Deutschlands sein kann. Es hat sich doch seit der Wiedervereinigung so viel verbessert; die Infrastruktur, freie Urlaubszielwahl, freie Meinung, freie Marktwirtschaft und die Umwelt wird durch verbesserte umweltfreundliche Firmen nicht mehr so zerstört.

Es hat also fast nur Vorteile.