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Schüler des Johanniter-Gymnasiums auf der Suche nach einer Lösung für die Marienkirche in Wriezen

Die Gemeinde und der Förderverein der evangelischen Marienkirche in Wriezen bereiten derzeit einen Architektenwettbewerb zum Aufbau der Kirchenruine vor. Schüler des evangelischen Gymnasiums in Wriezen machen mit bei der Suche nach einer Lösung für den Wiederaufbau unter dem Motto: Die „neue“ Marienkirche soll auch unsere Kirche werden!

Mathematikunterricht einer ganz anderen Art hatten die Schülerinnen und Schüler des Evangelischen Johanniter-Gymnasiums Wriezen in der vergangenen Woche. Da sah man Mädchen und Jungen mit Bandmaß und Winkelmesser auf dem Marktplatz vor der Kirchenruine, im Kirchenschiff und oben auf dem sanierten Kirchturm hantieren. Was das geheimnisvolle Tun zu bedeuten hatte, konnte man wenig später im Computerkabinett des Gymnasiums erahnen: Da entstand auf den Bildschirmen eine Ansicht der „Kathedrale des Oderbruchs“, wie sie vor ihrer Zerstörung im April 1945 einmal ausgesehen hatte. Aus den Resten der Ruine wurden mit einfachen geometrischen Figuren die alten Seitenansichten am Computer rekonstruiert und berechnet, wie viele Gottesdienstbesucher in das mächtige Kirchenschiff und auf die Emporen, die das Kirchenschiff ringsum einmal gesäumt haben, passen würden. 28 Meter ragte einst das mächtige Satteldach der Kirche in die Höhe und beherbergte einen Gottesdienstraum mit mehreren hundert Plätzen.

Wozu braucht man einen solchen großen Gottesdienstraum? Die Antwort gibt Lukas Baumgärtner aus der Klasse 7b bei der Vorstellung der Projektergebnisse: „Die Marienkirche ist ja auch unsere Schulkirche. Wenn die jetzigen Achtklässler ihren Abiturgottesdienst feiern, dann werden wir so um die 300 Schüler sein. Dazu kommen die Familien und Freunde der Abiturienten, die Lehrer und Angestellten und die Stadtgemeinde. An solchen Tagen würde die Kirche schnell voll werden.“ Und seine Klassenkameradin Lisa-Marie Hundrieser ergänzt: „Auch bei dem jede Woche stattfindenden Schulgottesdienst müssen alle Schüler und Lehrer in der Kirche Platz finden.“ Bei ihrer Arbeit in der Projektwoche konnten die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen über Winkel, Dreiecke und Kreise anwenden und lernen, mit einem Geometrieprogramm am Computer umzugehen. Aber es geht noch um mehr: „Schön wäre es, wenn sich Schüler auch über die Projektwoche hinaus mit der Marienkirche beschäftigen und vielleicht eigene Ideen zum Wiederaufbau entwickeln würden“, hofft Schulleiter Michael Tiedje. Denn wie heißt es auf der Internetseite des Fördervereins: „Der Aufbau der Marienkirche muss zum Anliegen der Bürger dieser Stadt werden.“ Und als solche fühlen sich auch die Schülerinnen und Schüler des Johanniter-Gymnasiums.