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Wie viel Klima steckt in einem Apfel aus Neuseeland?

Diese Frage stellten sich Schüler des Evangelischen Johanniter-Gymnasiums Wriezen anlässlich der Projektwoche zum Ende des Schulhalbjahres. Für 2 kg Äpfel, die auf einer Obstplantage in Neuseeland angebaut werden, über zwanzigtausend Kilometer mit dem Schiff zurücklegen, dann mehrere hundert Kilometer mit dem LKW zum Großmarkt transportiert, dort in Plastiktüten verpackt und schließlich zum Supermarkt gefahren werden, muss genau so viel Energie aufgewandt werden, als wenn eine 15 W - Energiesparlampe eine ganze Woche lang Tag und Nacht betrieben wird. Das ist mehr als das Doppelte, als für dieselbe Menge Äpfel aus Brandenburg benötigt wird, so errechneten die Schüler. Und das, obwohl die Äpfel aus Brandenburg ein halbes Jahr lang in künstlicher Atmosphäre unter Kühlung gelagert werden müssen, wenn wir sie jetzt im Winter essen wollen. Da die Energieaufwände mit dem Ausstoß des Treibhausgases CO2 verbunden sind, kann der Verbraucher durch seine Wahl der Produkte eine Menge zum Schutz des Klimas beitragen. Fährt er jedoch wegen 2 kg Äpfel aus der Region extra 5 km Auto z.B. zum Hofladen, so könnte man allein für diese Einkaufsfahrt die Energiesparlampe fast zwei Wochen lang brennen lassen. Also ist es besonders wichtig, so stellte Jean-Luc Giese aus der 9a fest, verschiedene Einkäufe oder Erledigungen miteinander zu verbinden oder z.B. mit dem Rad zu fahren.

Doch nicht nur um die Energiebilanz verschiedener Lebenswege der Äpfel ging es in dem von den Mathe- und Physiklehrern des Gymnasiums betreuten Projekt, sondern auch um Nahrungszubereitung mit System. Welche Menge verbirgt sich eigentlich hinter einem gestrichenen Esslöffel Zucker oder einer Prise Salz? Was versteht man unter convenience food? Wie funktioniert ein Schnellkochtopf und warum kann man damit Energie sparen? Am Beispiel des Apfels lernten die Schüler verschiedene Küchengeräte gebrauchen, wendeten die Küchensprache an und lernten verschiedene Gartechniken kennen. „Angesichts eines zunehmenden Angebotes an Fast Food und Fertiggerichten wird es immer wichtiger, solche Grundlagen der Ernährungs- und Haushaltswissenschaft schon in der Schule zu vermitteln“, betont die Lehrerin Martina Kühr.

Das Foto zeigt Projektteilnehmer bei der Zubereitung von leckeren Apfelgerichten.