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Projektwoche 2011

Eine erfahrungsreiche Projektwoche ist am 27. Januar 2011 im Evangelischen Johanniter-Gymnasium Wriezen zu Ende gegangen und wurde mit einem faszinierenden Präsentationsabend zur Vollendung gebracht. Da das Thema der diesjährigen Projektwoche die Musik war, gerieten selbst die Unbeweglichsten bei den musikalischen Glanzlichtern des Abends in Bewegung.

Musikunterlegte Gedichte, ein Lesewettbewerb, gregorianische Gesänge sowie musikalisch inspiriertes Action Painting standen ebenso auf dem Programm wie Line dance, Volkstanz, Irische Tänze und die atemberaubende Choreographie einiger Rock-and-Roll-Specials, die vor der Pause einen ersten Höhepunkt darstellte. Dass der Sportlehrer, der die ausdauernden Tänzer angeleitet hatte, am Ende der Vorstellung seiner Frau vor dem versammelten Publikum einen Heiratsantrag machte, war ein ungeahntes Novum und trieb nicht nur einigen Schülern die Tränen in die Augen. Wer mit Herzblut tanzt, vermag auch mit Herzblut zu leben! Die neu gestaltete Aula bot mit ihrem glutroten Linoleum einen passenden Rahmen für die in jeder Hinsicht bewegende Szene.

In der Pause vermochte ein von der Catering-Gruppe gezaubertes Salat- und Dessert-Buffet die mehr als 200 Besucher ausgiebig zu stärken, bevor es in die zweite Runde ging. Auch die naturwissenschaftlichen Geister hatten sich der Musik ausgiebig gewidmet und bewiesen anhand von selbstentwickelten Studien, dass das Musikhören in der Hausaufgabenzeit das Lernen eindeutig befördere, sehr zur Freude der Schüler, die sich - rein intuitiv - dieser These immer schon verbunden fühlten. Die Arbeitsweise der Beatboxing-Gruppe und anderer nur virtuell anwesender Gruppen gab einen Einblick in die Vielfalt der Projekte. Mutige Schüler traten mit einem selbstgeschriebenen und gelungen vertonten Song auf, andere begleiteten konzertreif mit ihren Gitarren ein allen Anwesenden bekanntes Lied, das stimmungsvoll zum Mitklatschen animierte. Zum Abschluss überzeugten Schüler des Theaterprojektes trotz ihrer schwarzen Kleidung und dem märchenhaften UV-Licht mit einem farbenfrohen und amüsanten Stück über Freud und Leid heutigen Chorlebens. Das schwarze Theater schien für viele Anwesende Neuland zu bedeuten. Im Hintergrund wirkte für alle Beteiligten sehr hilfreich das professionelle Kulturmanagement der Präsentationsgruppe, die originell durch den Abend führte.

„Eigentlich müsste Schule immer so sein“, meinte eine Schülerin. Hätte man dazu eine Umfrage gestartet, so wäre an diesem bewegenden Abend garantiert keine Gegenstimme laut geworden.

Sientje Arzt

Action Painting

Zwei Tage haben die Schülerinnen und Schüler im Projekt Action Painting abstrakte und spielerische Maltechniken ausprobiert. Es wurde eben nicht nur mit Pinseln, sondern mit zahlreichen anderen Materialien gearbeitet: Luftballons, Bälle, Spülbürsten, Schwämme, leere Joghurtbecher, Lackierrollen, Strümpfe, Netze, Hände und Füße kamen zum Einsatz. Dieser Form der Malerei liegt keine präzise Bildkomposition zugrunde, vielmehr steht der dynamische und situative Malvorgang im Vordergrund. Zudem wird nicht sitzend an Tischen gearbeitet, sondern stehend mit Körpereinsatz gemalt. Musik hieß das übergreifende Thema unserer Projektwoche und mir kam sofort diese rhythmische Malerei in den Sinn. Zudem wollte ich den Schülerinnen & Schülern die Möglichkeiten bieten, sich künstlerisch auszuprobieren und auszutoben: einfach mal die Farben laufen oder Farbbomben werfen und platzen zu lassen, ohne das ein gegenständliches Bild entstehen muss. Diese künstlerische Freiheit hat nicht nur den Jugendlichen während des Malprozesses gut gefallen, darüber hinaus sind faszinierend schöne Bilder entstanden.

Rock'n'Roll

16 Schülerinnen und Schüler aus den Klassenstufen 7 – 10 meldeten sich für das Projekt Rock´n' Roll beim Sportlehrer Herrn Schwenk an. Das Ziel war es, innerhalb von 6 Tagen eine Tanzformation für den Präsentationsabend einzuüben. Insgesamt waren es am Anfang 5 Jungen und 11 Mädchen.

Im Laufe der Tage stieg die Anzahl noch bis auf 18 an und dabei blieb es dann auch. Die ersten Tage waren damit gefüllt, die Grundschritte, erste Figuren und an schließend noch Akrobatikelemente zu erlernen. Dies forderte den Teilnehmern tägliches konzentriertes Arbeiten und einiges an Muskelkater ab. Außerdem gab es noch die psychologische Schwierigkeit, fast ununterbrochen unter Beobachtung zu stehen. Schließlich nutzte anscheinend fast jeder Schüler der anderen Gruppen, die Rock´n' Roll Gruppe bei ihren Fortschritten zu beobachten.

Ab dem dritten Tag wurden einzelne Choreographien geübt und ab dem vierten Tag gab es dann feste Tanzpaare. Auch die „große“ Choreo stand jetzt fest und wurde fleißig geübt. Leider verletzte sich hier eine der treibenden Kräfte (Anita Sixdorf) so schwer am Knöchel, dass eine weitere Teilnahme unmöglich wurde. Um nicht alles umzubesetzen erklärte sich der Sportlehrer bereit an ihrer Stelle einzuspringen und zu tanzen.

An einem Donnerstag begonnen, war eine Woche später am Donnerstagabend die große Präsentation. Trotz der vielen Übungsstunden standen viele Figuren und vor allem auch die Startpose der ganzen Gruppe auf sehr wackeligen Füßen. Schließlich klappte es am Abend dann doch besser als gedacht und nach dem Tanzen war die Gruppe glücklich und das Publikum begeistert.

Bei den abschließenden Worten des betreuenden Lehrers Tom Schwenk wurde allen Beteiligten, Verletzten und speziell den Jungen im Team gedankt, bevor er noch als Knalleffekt vor dem verblüfften Publikum seiner Freundin einen öffentlichen Heiratsantrag machte, den sie auch glücklich annahm.