Diese Webseite nutzt Cookies

Einige dieser Cookies sind technisch zwingend notwendig, um gewissen Funktionen der Webseite zu gewährleisten.
Darüber hinaus verwenden wir einige Cookies, die dazu dienen, Informationen über das Benutzerverhalten auf dieser Webseite zu gewinnen und unsere Webseite auf Basis dieser Informationen stetig zu verbessern.

Akademievortrag: „Was Platon über Donald Trump gesagt hätte" - am 16.01.2018

Akademievortrag von Dr. Detlef von Daniels am 16. Januar 2018 am Evangelischen Johanniter-Gymnasium Wriezen. 

Diese und weitere Fragen der politischen Philosophie diskutierte Dr. Detlef von Daniels, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und wissenschaftlicher Koordinator der dort angesiedelten interdisziplinären Arbeitsgruppe „Internationale Gerechtigkeit und institutionelle Verantwortung“ mit den 34 Schülerinnen und Schülern des Religionskurses der Jahrgangstufe 12 am Evangelischen Johanniter-Gymnasium Wriezen. 

Beherzt griff der Spezialist für Politische Philosophie in die Tüte mit Schokoplätzchen, die Gymnasiastin Anna Müller vor sich stehen hatte, und bediente sich daraus als Antwort auf ihre Frage nach dem Verständnis von unbegrenzter Freiheit. 

Spätestens der überraschende Wahlerfolg von Donald Trump in den USA hat den Populismus wieder auf die Tagesordnung gebracht. Aber was ist Populismus? Sind alle Politikerinnen und Politiker, die Sachverhalte vereinfachen, Populisten? Oder nur solche, die nicht rational argumentieren, sondern an Gefühle, womöglich sogar niedere Gefühle wie Fremdenhass appellieren? Dr. von Daniels spannte in nur knapp einer halben Stunde einen weiten historischen und philosophischen Bogen, der hilfreich war, das Phänomen des Populismus besser zu verstehen. Er griff dabei Überlegungen, die der antike griechische Philosoph Platon bereits vor zweieinhalbtausend Jahren in seinem Werk „der Staat“ angestellt hatte, auf, um die aktuellen Gefahren des Populismus für die Demokratie zu erläutern.

Anschließend entwickelten sich anregende Diskussionen zwischen den Schülerinnen und Schülern, die sich in Vorbereitung des Akademievortrags sowohl mit Platon als auch mit neuzeitlichen Philosophen wie Jürgen Habermas beschäftigt hatten.

Im Ergebnis des interaktiven Seminars gab es eine große Nachdenklichkeit über die Verletzlichkeit der Demokratie sowie ein allgemeines Plädoyer für einen breiten gesellschaftlichen Diskurs und die Bedeutung von Toleranz und Meinungsvielfalt. (Dr. Martin Jenssen, stellvertretender Schulleiter)