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Besuch aus dem GULAG

Am Freitag, den 23. März 2012, besuchte der Zeitzeuge Günther Rehbein unser Gymnasium. "Freiheit ist das höchste Gut des Menschen" schärfte der ehemalige Häftling immer wieder den Schülern und Schülerinnen der 9. und 10. Klassen ein.

Herr Rehbein (geb. 1933) war gelernter Maler und lebte in der DDR. 1952 machte er den großen Fehler, sich kritisch über die Reparationszahlungen an die Sowjetunion zu äußern, ein Fehler, der sein Leben extrem verändern sollte.
"Angefangen hatte es mit der Verhaftung kurz vor meiner Arbeitstelle". Herr Rehbein berichteet, wie er zuerst in ein  Gefängnis nach Berlin gebracht wurde, wo er - nur nachts - von Mitgliedern des KGB verhört wurde. Nachdem er von einem sowjetischen Militärtribunal wegen antisowjetischer Hetze zu 25 Jahren Arbeitslager verurteilt worden war, wurde er nach Workuta in Sibirien in das dortige Gulag verschleppt. Misshandlung, Unterdrückung sowie Schläge standen auf der Tagesordnung. In Workuta mussten die Sträflinge auf ihren Knien Kohle abbauen. "Unsere Vorgesetzten waren Kriminelle und Staatsfeinde". Im Oktober 1955 konnte er aus dem Gulag in die DDR zurückkehren, wurde dort aber erneut inhaftiert, nun aber in Gefängnissen der DDR.

Die Botschaft von Herrn Rehbein an die gebannt zuhörenden und tief beindruckten Schüler war: "Ihr seid die Zukunft und müsst unsere Demokratie verbessern. So etwas darf nie wieder passieren."

Marius Ring, Klasse 10a